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Leseprobe „Blauer Himmelsstern“

Blauer Himmelsstern12. Höhle 

Die Höhle war so groß, dass ich nicht erkennen konnte, wo sie endete. Überall blubberten Seen aus Lava unter mir, aus riesigen Erdwällen stieg heißer, weißer Dampf auf, die Luft flimmerte vor Hitze und Feuchtigkeit. Ich musste mich an der Wand abstützen, um nicht umzufallen, als mich erneut ein Schwindelgefühl ergriff.

Hier war die Hölle!

Ich war gestorben und in der Hölle gelandet! Es hätte mich nicht gewundert, wenn ich große, rote Teufel mit Peitsche und Dreizack bewaffnet sehen würde, die darauf warteten, mich in die Lavaseen zu stoßen und zusätzlich zu quälen. War das meine Strafe für ständige Grübeleien und Neugierde gewesen, dass ich so lange im Dunkeln laufen musste, bis ich den Ort meiner ewigen Qual erreicht hatte? Dieser Gedanke war absurd – selbst für Randor zu verrückt. Ich musste herausfinden, wo ich mich befand und begann, den Weg zum Boden zu bewältigen. Mein Blick in die Höhle gewandt gab mir die Sicherheit, den vor mir liegenden breiten Weg zu beschreiten, ohne die geringste Angst abzustürzen. Das helle Licht, begriff ich, strahlte allein von der Lava, die in riesigen Felsbecken kochte. Aber es war nicht heiß genug in der Höhle, trotz der Lava. Ein kalter Wind wehte von allen Seiten und vermischte sich mit der kochenden Luft. Die rötlichen Schimmer des flüssigen Gesteins erfüllten mich mit Wärme und Ehrfurcht. Wie rote Glocken von riesigem Umfang breiteten die Seen ihr Licht in der Höhle aus. Sie waren die einzigen Herrscher hier. Der Weg nach unten war nicht schwer zu bezwingen, da er eine leichte Wölbung in der Mitte aufwies, sodass ich mir denken konnte, dass er sehr oft benutzt geworden war. Ich ging behutsam weiter nach unten und suchte konzentriert nach irgendeiner Bewegung, horchte nach irgendeinem Laut, der mir verraten würde, wo sich die Opferer befanden, doch das einzige was ich wahrnahm, war das Zischen des Wasserdampfes, das Blubbern der Lava und alles, was ich sah, war das rote Schimmern, durchsetzt mit weißen Fontänen. Das Gefühl der Einsamkeit stieg in mir wieder auf. Ich – der einzige Mensch an diesem ungastlichen Ort, sogar das einzige Lebewesen, ich konnte noch nicht einmal eine Ratte, eine Maus oder irgendein Insekt erkennen.

Wo befand ich mich hier?

Nach geraumer Zeit unten angekommen, erkannte ich einen Weg, der durch die Lavaseen führte. Da ich sonst nichts entdecken konnte, beschloss ich, diesem Weg zu folgen. Die Opferer würden mich am Ende meines Weges erwarten, oder mich weiter schicken. Langsam kam ich mir doch wie in einem Labyrinth vor, dieser Weg schien meine Bestimmung zu sein, wo aber war das Ende? Wie lange wollten sie mich noch leiden lassen in dieser Ungewissheit und Hitze? Ich hatte Hunger und Durst, musste schlafen, aber ich trieb mich an, weil ich von ihnen getrieben wurde. Der Weg durch die Höhle war schmal und führte dicht an den Lavabecken vorbei. Ich fühlte mich von Schritt zu Schritt schlechter. Mein Kopf begann wieder zu hämmern, meine Kehle war völlig ausgetrocknet, mein Magen ein leerer, schmerzender Klumpen. Ich drehte mich nach einer gewissen Zeit zu dem Tunnel um, der mich zu dieser Höhle geführt hatte. Er schien sehr weit weg zu liegen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich schon wahnsinnig viel gelaufen war. Ich grinste in mich hinein. Der Tunnelausgang sah von der Stelle, wovon ich ihn musterte, wie ein dunkles, einsames Auge aus. Dann erstarb das Lächeln in meinem Gesicht, schließlich war ich nur noch müde. Wie lange wollten sie mich noch in der Ungewissheit und planlos herumlaufen lassen? Wie wollten sie sich meine Macht zunutze machen, wenn ich tot war? Irgendwie hatte ich trotzdem den Gedanken, dass sie ganz genau wussten, was sie taten, dass sie nichts dem Zufall überlassen würden und genau vorhersahen, wann es soweit war. War ich stärker, als ich dachte? Ich hatte nicht die gleiche Sichtweise wie sie. Ob die Opferer mich durch Luft, Feuer, Wasser und Erde laufen lassen würden? Ich war durch dunkle Erde gewandert, befand mich danach hundert Meter in der Luft, lief durch das Feuer der Höhle… ob der Weg im Meer enden würde?

In einsamer Monotonie stapfte ich den Weg weiter und weiter und plötzlich fühlte ich mich beobachtet. Ich drehte mich ruckartig um, obwohl ich Angst davor hatte, was hinter mir stehen würde, doch ich konnte den Reflex nicht unterdrücken. Nichts. Oder? Doch, hinter mir verschwand ein Schatten. Ich wartete, ob der Schatten zurückkehren würde, aber ich konnte keine weitere Bewegung ausmachen. Ich ging weiter. Da! Vor mir war doch gerade der Schatten eines Menschen gehuscht. Ich blieb stehen. Lauschte. Nichts, außer das vertraute Dampfen und Blubbern. Stirnrunzelnd trottete ich weiter. Drehte mich erneut um, als ich einen stechenden Blick zwischen meinen Schulterblättern zu verspüren glaubte. Ein Schatten, der unmöglich der eines Menschen sein konnte, huschte im letzten Augenblick vor mir davon, sodass ich ihn nur aus den Augenwinkeln entdeckt hatte. Ich rieb mir mit meinen Handrücken über die Augen. Wurde ich langsam wahnsinnig? Plötzlich, als wäre ein Damm in mir gebrochen, fing ich an überall Schatten von Menschen und Ungeheuern zu sehen. Jedes Mal, wenn ich aus den Augenwinkeln heraus eine Bewegung wahrnahm, drehte ich schnell meinen Kopf zur Seite, konnte aber zu keiner Zeit etwas erkennen. Erst waren es Schatten von Menschen, in lange, graue Roben gehüllt, die ich zu erfassen versuchte.

Eine letzte vernünftige Stimme machte sich in meinem Kopf lustig über mich: ‘Wie kannst du am Schatten erkennen, ob die Robe grau ist?‘

‚Sie WAR grau!‘, beharrte ich, bevor ich in den Schatten vielarmige, großköpfige Ungeheuer sah, die sich vor meinen forschenden Blicken versteckten.

Das Grausame daran war, dass ich mir nicht sicher sein konnte, ob diese Schatten tatsächlich existierten, oder ob ich sie mir nur einbildete und das trieb mich schier in den Wahnsinn! Um dem vorzubeugen, beschloss ich diese Schatten zu ignorieren und begann, mich in meine trüben Gedanken einzuhüllen, wie ich sie in dem endlos erscheinenden Gang in mir getragen hatte. Wenn es Schatten gewesen waren, konnten sie mir nicht schaden. Wenn es wirkliche Wesen waren, konnte ich nichts dagegen unternehmen, denn die Opferer herrschten über alles an diesem Ort und ich war zweifellos ihrer Gnade ausgeliefert. Einzig die Tatsache, dass sie mich nicht gleich getötet hatten, tröstete mich, denn das hieß, dass sie noch etwas mit mir vor hatten, dass ich noch eine Weile zu leben hatte, wenn ich vielleicht auch gefoltert werden würde, so wie auf der Erde die armen Menschen bei der Inquisition….

Ich blieb abrupt stehen und atmete tief durch. Stopp! Dies hier war schon eine Folter, eine „weiße Folter“, die nichts mit direkter Gewalteinwirkung zu tun hatte aber genauso wirksam war, weil sie das Opfer langsam zermürbte. Ich zwang mich, weiterzulaufen und meinen Gedanken nachzuhängen, die so verworren waren, dass selbst ich ihnen zum Schluss nicht mehr folgen konnte. Ich war innerlich am Ende.

‚Ich bin nicht Tage, sondern nur Stunden unterwegs und lass mich in pure Verzweiflung treiben‘, schimpfte ich mit mir.

Die Wut auf mich half mir, an meinem Verstand festzuhalten. Ich verfolgte diesen Gedanken weiter, ließ die Wut in mir stärker wachsen, um bei einigermaßen klarem Verstand zu bleiben.

‚Ich bin nicht zum Held geboren, lass mich aber auf ein solches Abenteuer ein! Auf der Erde wird mich niemand vermissen, aber was zur Hölle hat mich dazu bewogen, Don‘kar in den blauen Himmelsstern zu folgen? Bin ich da schon verrückt gewesen? Was dachte ich damals, als ich mich darauf eingelassen hatte? Dass ich ein weiblicher Indiana Jones bin?‘, verletzte ich mich weiter und ballte unwillkürlich meine Fäuste.

Ich begann, mich weiter in Gedanken zu verhöhnen und genoss das Gefühl, da es mir die Angst nahm: ‚Ja, ja, kaum kommt ein junger Mann mit langem Haar, blauen Augen und schon träumst du von einem romantischen Abenteuer, einem bisschen Gefahr, romantischen Stunden mit tollem Sex und folgst ihm einfach. Spinnst du eigentlich?‘

Irritiert blieb ich stehen. Ich hatte trotz meiner Schimpftiraden in meinem Kopf etwas gehört und war mir sofort sicher, dass das Gehörte real gewesen war, da es sich deutlich von meinen Fantasiegespinsten unterschied, die ich zuvor gehabt hatte. Ich lauschte. Es war ein Rufen. Zuerst leise, dann immer lauter, stärker, flehender.

Ich kannte dieses Rufen! Ich hatte es in der Ebene jede Nacht gehört. Der Drache befand sich in der Nähe und rief mich! Ich konnte nicht anders, es zog mich magisch an, ich musste diesem Rufen folgen. Schulterzuckend gestand ich mir ein, dass es sowieso egal war, wohin ich ging.

Je weiter ich eilte und je intensiver das sehnende Singen wurde, desto schneller rannte ich. Vergessen waren alle körperlich Leiden, alle Gedanken an die Erde oder an mich als missglückter Held auf Randor. Es drängte mich zu dem Ursprung des Klagens wie zu einer klaren, kühlen Quelle, um meinen quälenden Durst zu stillen. Ich hätte mich nicht dagegen wehren können, stellte ich erstaunt fest, ich war zu schwach, um dem Drachen zu widerstehen.

Das Erscheinungsbild der Höhle veränderte sich. Die Lavabecken wichen einem unebenen, kahlen Steinboden, auf dem willkürlich verteilt größere Gesteinsbrocken gebettet waren. Die Brocken nahmen an Größe und Umfang zu, sodass ich innerhalb kurzer Zeit keinen Weg mehr erkennen konnte, sondern mal rechts, mal links um einen der Felsen herum lief. Ich brauchte keinen Weg mehr zu erkennen, das laute Sehnen des Drachens leitete mich. Die rote, höllenhafte Beleuchtung der Höhle nahm durch die Entfernung von den Lavaseen ab und die Schatten der größer werdenden Felsen taten ihr Übriges dazu, dass ich im schwächer werdenden Dämmerlicht unterwegs war. Ich hatte kaum einen Blick für meine Umgebung übrig, weil das Rufen des Drachens zunehmend dringlicher wurde und mich immer stärker, immer schneller in seine Richtung zog. Ich besaß kaum noch einen eigenen Willen.

Die Decke der Höhle sank allmählich ab, bis sie noch knapp vier Meter hoch war. Die Felsgesteine verschmolzen mit der Decke, reichten bis zu ihr und erweckten in mir den Eindruck, dass ich mich in einem gewaltigen Labyrinth befand. Erstaunlicherweise geriet ich in keine Sackgasse. Entweder leitete mich der alarmierende Gesang des Drachens zielgenau oder es existierten keine Sackgassen. Ein eigentümliches Licht schien direkt von den Felsen auszugehen, sodass meine Umgebung in ein helleres Licht getaucht wurde.

Plötzlich stand ich vor einem Abgrund, ähnlich dem, der mich zu der Höhle mit den Lavaseen geführt hatte. Die dahinter liegende Höhle war so riesig wie die, die ich durchquert hatte, aber hier herrschte das blaue Licht, das von den Wänden ausstrahlte.

Was ich dann auf dem Boden der Höhle, vielleicht dreißig Meter unter mir sah, ließ meinen Atem stocken. Es traf mich wie ein derber Schlag in meine Brust, mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen – der Schmerz ließ nicht nach, stieg unerträglich weiter an, je länger ich auf die Szene blickte, die sich unter mir darstellte.

Ich entdeckte den Schwarzen Drachen, er hatte den Hals in die Höhe gereckt, sein Maul aufgerissen und rief mich mit seinem schmerzerfüllten Gesang – und er lag in Ketten! Seine Pranken waren mit Ketten gefesselt, um seinen Hals ein eiserner Reif geschweißt, der ebenfalls mit Ketten angebunden war. Die Ketten waren so kurz in den Boden fixiert worden, dass er Schwierigkeiten hatte, seinen Kopf zu heben und doch hatte er ihn, so weit es ging, nach oben gereckt, um mich zu rufen. Seine Flügel bebten an seinen Flanken und nur sein Schwanz peitschte auf dem nackten Felsboden aufgeregt hin und her.

‚Sie haben ihm all sein Gold genommen‘, schoss es mir durch den Kopf.

Keine Macht der Welt hätte einen Drachen mit bloßen Ketten halten können, die Opferer hatten die Ketten mit einem mächtigen Zauber verstärkt. Ich nahm wahr, wie sehr der Drache litt und antwortete ihm auf magischem Weg. Sofort drehte der Drache seinen Kopf in meine Richtung und ich erblickte in seinen Augen den tiefen Hass und unermesslichen Schmerz, den er seit seiner Gefangennahme erdulden musste. Über allem loderte der wilde, rote Ausdruck, der das Gold seiner Augen völlig verdrängte. Er brüllte meinen Namen, den, den ich auf Randor mit meiner Macht erhalten hatte. Ich antwortete ihm, nannte seinen magischen Namen.

Er riss an seinen Ketten und grollte: „Befrei mich!“

Ich schüttelte bedauernd den Kopf: „Ich kann nicht.“

„Doch! Du weißt es!“

Ja, ich wusste es. Ich wusste genau, dass und wie ich ihn befreien konnte. Aber ich durfte es nicht. So sehr mich sein Leid, seine Gefangenschaft schmerzte, ich hatte meine Angst noch nicht verloren, den Opferern das Ausmaß meiner Macht mitzuteilen. Ich vermutete, dass dies der Höhepunkt meiner Folter war. Das war die Falle, auf die ich die ganze Zeit gewartet hatte. Ich könnte die Ketten des Drachens leicht sprengen. In meiner Einhorn-Gestalt, mit meinem reinen Horn. Diese Falle der Opferer war leicht zu durchschauen, ich zweifelte daran, dass es überhaupt eine war. Wollten sie meine Intelligenz beleidigen?

Ich blickte mich ruhig um und registrierte, dass der Drache und ich weiterhin die einzigen Lebewesen in dieser schrecklichen Unterwelt waren. Die Opferer kannten einen wirkungsvollen Weg, sich unseren Blicken zu entziehen! Verzweifelt beschloss ich, endgültig auf meinen Verstand zu hören, obwohl mir mein Inneres beinahe zerriss, als ich den Drachen weiterhin mit den Ketten kämpfen sah. In den endlosen Höhlengängen und durch die Lavaseen hatte ich noch beschlossen, mehr auf meine Gefühle zu hören, doch das war in einer Situation wie dieser nicht möglich. Ich konnte es nicht zulassen, dass meine Gefühle alles zerstören würden, wofür ich bis zu diesem Zeitpunkt gekämpft hatte. Sonst würde ich umsonst kämpfen. Die Zeit für Gefühle war noch nicht reif. Ein anderer Faktor war, dass ich auch nicht wusste, ob mich der Drache nach seiner Befreiung nicht töten würde, weil er immer noch nachweislich unter dem Einfluss der Opferer stand. Er hätte mich auch damals in der Eiswüste getötet, wenn ich mich nicht in einen Drachen verwandelt hätte. Er schien sich zwar an mich zu erinnern, aber ich war mir dessen nicht sicher.

Der Drache begann wieder zu singen, riss seinen Hals noch höher als zuvor, der Ring schnitt ihm ins Fleisch, sein dickes, heißes Blut lief ihm den Hals herunter, sein Schwanz peitschte immer aufgeregter, schabte auf dem bloßen Fels, seine Beine kämpften stärker mit den Ketten und sein Gesang wurde schmerzvoller.

Ich schloss die Augen, schüttelte den Kopf, presste meine Hände gegen meine Ohren, aber der Gesang, der mich auf magischem Weg erreichte, war laut und intensiv wie nie zuvor – ich hielt es auf meinem Standort über ihm nicht mehr aus. Ein schmaler Weg führte an der Höhlenwand nach unten und ich rannte den Weg so schnell ich konnte. Unten angekommen blieb ich schwer atmend stehen, da mir schwindelig war. Mein Körper hatte die vorangegangenen Strapazen noch nicht vergessen. Ich lehnte mich kurz an die Wand, schloss die Augen, bis die Sterne vor meinen geschlossenen Lidern aufhörten zu tanzen Der Gesang war so laut, dass er meinen Kopf beinahe zum Bersten brachte. Er zerrte an meinen Nerven und ich wusste, dass ich ihm nicht mehr lange widerstehen könnte. Meine Gefühle würden überhand nehmen. Noch hatte ich sie unter Kontrolle, aber nicht mehr lange.

Ich öffnete meine Augen und fand das bestätigt, was ich gehört und gespürt hatte: Der Schwarze Drache kämpfte stärker gegen seine Ketten an und immer stärker gegen meinen Verstand. Er würde mich gegen seine Freiheit opfern, das spürte ich. Er missbrauchte mich als sein Werkzeug, aber er musste doch wissen, dass dies aussichtslos war, denn er würde nicht aus der Höhle gelangen. Seine Freiheit wäre von kurzer Dauer. Ich verstand sein Handeln, das aus purer Verzweiflung heraus geboren war. Die Gefangenschaft setzte ihm so zu, dass er nur noch frei sein wollte, egal zu welchem Preis.

‚Ich kann nicht!‘, schrie ich ihm in Gedanken zu.

Er hatte mich verstanden. Er reckte seinen Hals ein letztes Mal hoch, sodass ich hörte, wie das Eisen in sein Fleisch schnitt, er stieß einen solch klagenden Laut aus, dass mein Herz fast zerbrach, dann ließ er sich langsam auf den Boden sinken. Es geschah wie in Zeitlupe und während ich dies mit weit aufgerissenen Augen verfolgte, blutete mein Herz. Ich schrie vor Entsetzen auf und begann zu rennen. Ich stürmte so schnell ich konnte auf den Drachen zu, ließ mich neben seinem Kopf auf die Knie fallen, sodass ich mir diese schmerzhaft aufschürfte, doch ich bemerkte es in diesem Augenblick nicht, jeder Schmerz war überlagert von den Qualen des Drachens. Mit aller Kraft zog ich seinen Kopf, der so groß wie Ralins Körper war, auf meinen Schoß. Er war unheimlich schwer, doch auch das war mir in diesem Moment egal. Der Drache bewegte sich nicht mehr. Ich verbrannte mir meine Hände an seinem brennenden Körper, als ich ihn umarmte. Meine Tränen hinterließen eine nasse Spur auf seiner schwarzen Haut. 

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