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Mrz 15 2014

Muttidoof

Schwangerschafts-Tagebuch: 9. Monat

04.05.2010

Heute geht es mir so gut, dass ich mir denke, ich stand in der Schwangerschaft doch bisher auf der Sonnenseite. Im Rückblick ging es mir gut – oder habe ich alles vergessen? Ich traue mich nicht die Tagebucheinträge nachzulesen, jetzt, wo ich so gut drauf bin…

Mein Bein scheint sich nun auch wieder zu erholen. Ich habe das volle Programm aufgefahren: Kompressionsstrumpf, Globuli Arnika, um Entzündungen vorzubeugen und eine Salbe mit dem Wirkstoff Rosskastanie.

Warum bin ich so gut drauf? Wegen dem bekloppten Termin im Krankenhaus.

Ja, der war wirklich bekloppt.

Er hat mich zunächst verwirrt, aber als ich zuhause darüber nachdachte, stimmte er mich positiv.

Hier die Kurzfassung:

  • ab zur Info, gefragt wohin → Kreißsaal
  • ab zum Kreißsaal, keiner macht auf
  • ab zur Info, nochmal gefragt wohin → Sekretariat
  • ab ins Sekretariat, wollte fragen, ob ich richtig bin, durfte ich aber nicht, musste gleich ins Wartezimmer gehen
  • Wartezimmer: sind noch 2 Schwangere da, die mir bestätigen, dass ich richtig bin
  • warten
  • und warten
  • und warten
  • die Frau vom Sekretariat holt mich ab, ist eine ganz liebe, entschuldigt sich, dass sie mich gleich weggeschickt hat, macht sie immer so wegen Datenschutz, bis sie den alten Vorgang abgearbeitet hat – aha
  • Versichertenkarte, Überweisung, Mutterpass abgegeben, Formular mit der Anmeldung ausgefüllt → das muss ich dann alles nicht mehr machen, wenn es los geht – gut!
  • wieder Wartezimmer, bekomme Akte in die Hand gedrückt
  • werde die Treppe hoch in den Kreißsaal geschickt wegen einem Gespräch mit einer Hebamme
  • nette Hebamme, Gespräch dauert 5 Minuten, 2 x durch ein Telefonat und Gespräch unterbrochen → ich werde nach ernsthaften Erkrankungen, Sonderwünschen für die Geburt gefragt – nö (sie schreibt in ihr Formular „Offen für alles“ ← so kann man es auch sehen * lach *)
  • sie fragt mich zum Abschluss noch, wie lange und wie schwer ich noch arbeiten muss, ich deute auf die Schwangerschaftswoche, dass ich doch längst im Mutterschutz bin, sie guckt skeptisch auf meinen Bauch – o.k. jetzt glaube ich es ja, dass ich einen kleinen Bauch habe, ich sag ja gar nix mehr, hab ich eben ein kleines Baby, nänänäää!
  • wieder Wartezimmer
  • Ärztin holt mich ab, wieder Treppe hoch in den Kreißsaal, bekomme Ultraschalluntersuchung – ich mag lieber meinen Frauenarzt, Ärztinnen sind immer so grob, aua! – sie fährt auf meinem Bauch mit dem Ultraschallkopf wie Schumi auf dem Nürburgring herum!
  • sie fragt mich, wie lange und wie schwer ich noch arbeiten muss, da das Fruchtwasser wenig ist und der Kopf schon tief im Becken (na, das habe ich ja die letzten Nächte gemerkt), ich weise sie darauf hin, dass sie es doch im Mutterpass gesehen haben müsste (sie hat wild drin herum geblättert), dass ich in der 37. Schwangerschaftswoche bin
  • sie meinte, dass das Baby sehr klein ist, dass ich ganz viel liegen und mich ausruhen soll, damit es noch ein paar Wochen in meinem Bauch wachsen kann
  • wieder runter ins Wartezimmer, Ärztin kommt, drückt mir einen Brief für den Frauenarzt in die Hand und meint, ich kann gehen

Fazit: Fließbandabfertigung, totale Verwirrung, aber wenigstens haben die schon mal meine Daten – hihi.

Was mich nur immer noch total verwirrt, warum mein Bauch dicker sein sollte. Ich habe einen Umfang von 108 cm. Ich bin 1,70 m groß, mein Bauch ist fest und kugelrund und hängt nicht. Ich habe starke Bauchmuskulatur durch meine Bauchtanztätigkeit. Da sieht er eben nicht so riesig aus. Seufz.

Och, wie süß! Heute hat mein Mann mich richtig lieb überrascht. Ich habe erst eben gesehen, dass er mich auf dem Handy zu erreichen versucht hatte. Ich rief ihn zurück und er meinte, er hat sich schon Sorgen gemacht hat, ob was mit dem Baby oder mir ist, er wollte schon die Nachbarn anrufen, damit diese schauen, ob ich wieder zuhause bin, weil er sich doch so auf das Baby freut und sich keine Sorgen machen möchte. Oh, wie lieb!! Er ist wieder in Bayern und kommt erst morgen nach Hause.

Ach, das Baby bleibt noch ein wenig in meinem Bauch, wächst schön und ich werde nach der Geburt niemandem Horrorstorys erzählen, selbst, wenn die Geburt nicht so gut war. Aber sie wird gut. Hast du das gehört, Baby?

Rumms, rumms.

O.k. – das bedeutet wohl „Ja“. 😀


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