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Jan 14 2014

Muttidoof

Schwangerschafts-Tagebuch: 6. Monat

16.02.2010

Wie ich es mir gedacht hatte: Kaum lag ich im Bett, blökt der DJ wieder rum wie ab und die Musik wird aufgedreht. Irgendwie habe ich es geschafft mal kurz einzuschlafen, werde aber gleich wieder wach. Mein Mann auch. Aber, oh Wunder!, um 3 h hört der ganze Spuk tatsächlich auf! Dafür fängt der Hamster an im Käfig zu rattern. Aber das Problem ist schnell gelöst: Tür zu.

Nur 3 Stunden später (seufz) klingelt der Wecker meines Mannes. Der Arme findet ihn vor lauter Schlaftrunkenheit nicht, der Wecker wird immer lauter. Endlich drückt er ihn aus, steht auf und – rumms! – knallt er erst an den Schrank, dann an die Tür. Er ist auch total fertig nach dieser Nacht. Jetzt stell ich mir die Frage: Wenn er vor lauter Schlaftrunkenheit nun einen Unfall baut, im besten Fall einen Blechschaden, zahlt das dann die Stadt, die so großzügig die Genehmigung für diesen nächtlichen Radau ausgestellt hat? Bestimmt nicht!

Um 8 h stehe ich auf, mir ist schlecht vor Müdigkeit, meine Augen brennen, aber dem Baby geht es gut, es ist munter und zappelt vor sich hin. Ich mache zuerst Feuer, esse dann ein Müsli, guck Nachrichten und so langsam fühle ich mich wieder als Mensch.

Im Internet suche ich nach Berichten über die sogenannte „Narrenfreiheit“, aber da heißt es nur lapidar, dass man selbst Schuld ist, wenn man früh ins Bett geht, man muss den Lärm eben hinnehmen. Na danke! Es dürfen ja auch am nächsten Tag alle daheim bleiben, ausschlafen, der Arbeitgeber hat dafür vollstes Verständnis – oder muss der das dann auch eben hinnehmen?

Moment: der Lärm darf 70 Dezibel nicht überschreiten. Das ist der „Lärm“ eines vorbeifahrenden Autos, ein Haartrockner oder Staubsauger. Dabei wackeln keine Betten oder Fensterscheiben!

Egal, vergessen wir’s. Ab 14 h geht’s hier gerade weiter: Straßenumzug. Um 18.30 h dann Fasentverbrennung und Schlussrambo, also wieder viel Bumm-Bumm-Bumm bis mitten in die Nacht… Seufz.

Ich bin müde. Es ist 12.30 h, aber ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich jetzt hinlege. Es ist so schönes Wetter draußen. Zwar sehr kalt (- 6°C), aber die Sonne scheint. Durchs Dorf kann ich nicht spaziere gehen, weil dort die Vorbereitungen für den Umzug getroffen werden und durch die Reben ist es zu gefährlich, weil es sehr glatt ist. War vor zwei Tagen mit meinem Mann dort spazieren, aber an manchen Stellen wäre ich gestürzt, wenn er mich nicht gehalten hätte.

Ich könnte mich auch gar nicht hinlegen, weil ich noch ein Brot im Ofen habe und es wird und wird nicht gar – gelingt mir zurzeit gar nichts mehr?

Was sagst du dazu, Baby?

Rumms, stupf, beul („beul“ ist, wenn es schon richtig koordiniert mit Kopf, Knie, Hand, Ellbogen oder Fuß meine Bauchdecke nach oben drückt – da entstehen immer ganz lustige Beulen).

Habe es heute mit meinem Mann darüber gehabt, dass es schon komisch ist: da setzt man einen Prozess in Gang, der 9 Monate andauert und der (im Regelfall) nicht mehr aufzuhalten ist. Irgendwie fühle ich mich da schon fremdbestimmt und habe Angst vor der Verantwortung. Mein Mann versteht meine Ängste nicht. Er meinte, ich brauch davor keine Angst zu haben, das sei doch eine schöne Verantwortung. Naja, für ihn vielleicht, er hat das schon mit 2 Kindern erlebt, aber ich das erste Mal. Zudem hat die Mutter immer die Hauptverantwortung. Wenn dem Kind etwas geschieht, wird doch zuerst gefragt, wo die Mutter war oder was sie gerade gemacht hat. Gar nicht so einfach.

Hmm, ich denke einfach zu viel nach…


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